Lessing-Hochschule zu Meran
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Gemeinschaftsinitiative EQUAL

 

Equal IT G2 BOL 003

Gemeinschaftsinitiative

Equal 2005 - 2007

 

 

 

 

Entwicklung eines neuen Modells zur privaten

ambulanten Hauspflege und Hauswirtschaft

 

 

Das aus der Gemeinschaftsinitiative EQUAL finanzierte Projekt „Life assistance in aging“ zielt darauf ab, neue Wege zur Bekämpfung von Diskriminierung und Ungleichheit von arbeitssuchenden Einheimischen über 50 und illegal arbeitenden Immigrantinnen und Immigranten auf dem Arbeitsmarkt der personenbezogenen Dienstleistungen für Familien mit unselbständigen Älteren zu erproben.

 

Im Vordergrund der Initiative steht die berufliche Weiterbildung der genannten benachteiligten Personengruppen und ihre berufliche Integration: sei es durch Wiederaufnahme eines Arbeitsverhältnisses, sei es durch die Legalisierung ihrer Erwerbstätigkeit.

 

Im Bereich Bildung sind, je nach Herkunftsgruppe, spezifische Befähigungslehrgänge vorgesehen, die dem Erwerb der Sprache oder von technologischen Basiskulturen wie dem PC-Gebrauch dienen. In Aufbaulehrgängen werden praxisbezogen die Grundlagen der personenbezogenen Dienstleistungen für unselbständige Ältere, von der Haushaltshilfe bis zu einfachen Pflegediensten, vermittelt; in Spezialisierungskursen die erforderlichen Kenntnisse zur qualifizierten Dementenbetreuung und/oder Führung sozialer Genossenschaften aufgebaut.

 

(Weitere Details zur Ausbildung im Projektfolder )

 

Im Bereich Arbeitsmarktintegration ist die Gründung und Betreuung respektive Führung von Sozialgenossenschaften vorgesehen, in denen sich die Ausgebildeten zur Erbringung ihrer Dienstleistungen am Arbeitsmarkt zusammenschließen können.

 

Ziel des Projektes ist, in Übereinstimmung mit den Förderinstrumenten der Europäischen Gemeinschaft, ein erfolgreiches Modell in den Bereichen Bildung und Beschäftigung für Erwerbsfähige ab 50 und/oder Immigrantinnen und Immigranten zur Bewältigung des demographischen Wandels zu entwickeln und zu implementieren und die dabei gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse als best practices-Beispiel den interessierten Akteuren in der Europäischen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

 

Hierzu bedient sich die Entwicklungspartnerschaft folgender Netzwerke und Instrumente:

-         auf lokaler Ebene wird ein Unterstützernetzwerk aufgebaut, das neben der Politik und den Sozialpartnern auch alle relevanten Akteure der sozialen Ökonomie vor Ort einbindet;

-         auf Gemeinschaftsebene wird die transnationale Zusammenarbeit mit bundesdeutschen (Rotes Kreuz – Kreisverband Schwäbisch Gmünd) und polnischen (Verein für regionale Zusammenarbeit - Oberschlesien) Partnern für den gesamten Projektzeitraum gesucht und institutionalisiert .

Beide Initiativen dienen gleichermaßen dem horizontalen Mainstreaming (dem Austausch von Erfahrungen und der Verbreitung der gewonnenen Einsichten und Ergebnisse auf operationeller Ebene) wie dem vertikalen Mainstreaming (Erfahrungs- und Ergebnistransfer auf politischer, rechtlicher und institutioneller Ebene).

Für diesen Mainstraming-Prozess sind digitale Newsletters und Download-Produkte sowie lokale und transnationale Seminare und ein europäischer Kongress vorgesehen.

 

 

Das Projekt „Life assistence in aging“ hat eine Gesamtprojektzeit von 36 Monaten und ist im geographischen Sektor des nationalen italienischen EQUAL-Programms beim Arbeitsministeriums angesiedelt.

Der Leadpartner des Projektes ist die Lessing-Hochschule zu Meran; zur lokalen Entwicklungspartnerschaft (PS - partenariato di sviluppo) gehören das KVW Bildungsreferat, der Kulturverein Grand Hotel Toblach, die Alzheimergesellschaft Südtirol-Alto Adige und die Sozialgenossenschaft Informdata.

 

Zur erfolgreichen Implementierung der gesetzten Ziele sind insgesamt 14 Einzelmaßnahmen auf 8 Aktionsebenen geplant:

1.     Forschungsvorhaben zur Sammlung und Sichtung des Arbeitsmarktbedarfs und möglicher bestehender erfolgreicher Vorgängermodelle,

2.     Informations- und Aufklärungsinitiativen zur Projektbekanntmachung differenziert nach Zielgruppen (Einrichtungen der sozialen Ökonomie; einheimische Erwerbsfähige ab 50; Immigrantinnen/Immigranten; Familien mit unselbständigen Angehörigen),

3.     Basislehrgänge zum Sprachen- und Kulturerwerb sowie zur Einführung in die digitale Kommunikationswelt,

4.     Aufbaulehrgänge zur Vermittlung der Grundkenntnisse in der Hauswirtschaft und Personenpflege,

5.     Spezialisierungskurse zur Dementenbetreuung und Führung sozialer Genossenschaften,

6.     betreute Praktika,

7.     begleitete Arbeitsmarkteinführung,

8.     transnationale Ergebnis- und Erfahrungskommunikation.

 

Mit der Erprobung neuer beschäftigungspolitischer Modelle im Bereich der personenbezogenen Dienstleistungen zur Entlastung von Familien mit unselbständigen Angehörigen trägt das arbeitsmarktpolitische Laboratorium „Life assistance in aging“ zur sozialverträglichen Steuerung des demographischen Wandels bei, indem es

-         auf der prozessinnovativen Ebene neue Bildungskonzepte erprobt,

-         durch die Integration älterer Erwerbsfähiger zur Betreuung unselbständiger Älterer einen Beitrag zur Entwicklung der Seniorenwirtschaft leistet und

-          mit der Gründung und Führung neuer Sozialgenossenschaften eine kontextorientierte Innovation durch Entlastung der institutionellen Strukturen starte

 

 

 

 

 

Information und Kontakt:

Leadpartner Lessing-Hochschule zu Meran

Tel.: +39 0473 270402

 

mailto:equal-life@lessing-uni.net

 

 

 

 

Projektfinanzierung:

 

 

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