DEMO-UP Initiative
der Lessing-Hochschule zu Meran
Europäisches Netzwerk zur generationenorientierten Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung
Die alternde und kinderarme Gesellschaft, lange vorhergesagt, kaum beachtet, besetzt nunmehr schrill die öffentliche Aufmerksamkeit. Gültige Antworten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu ihrer neuen Wirklichkeit stehen weiter aus. Ihre Folgen erfassen indes sämtliche Bereiche des Lebens und stellen alle europäischen Gemeinwesen vor historische Aufgaben ohne Beispiel.
Die fälligen Antworten zur zukunftsfähigen Entwicklung unserer Sozial- und Wirtschaftsstrukturen, lassen sich – gleich den grundlegenden Fragen zur veränderten Wirklichkeit – kaum an der überkommenen disziplinären Ordnung der Wissenschaften ausrichten, noch sektoral in der Gesellschaft lösen. Allein gewiss ist: Wir stehen an einem Anfang dessen unabweisbare Herausforderungen nach neuen, ganzheitlich ausgerichteten Ansätzen rufen. So an den Anfang gestellt, im existenziellen Sinne einer Epochenwende anfänglich, bedarf es zur Meisterung der neuen Verpflichtungen gemeinsamer Anstrengung von Politik, Wirtschaft, sozialen Kräften, Kultur und Zivilgesellschaft. Mit einem Satz: Jetzt sind alle aufgerufen!
Der historisch bedingten Neuorientierung, sich vom gewohnten Denken freizumachen, haben Pioniere voranzugehen, die in ihren Wirkbereichen das geschuldete neue Denken und seine generationenorientierte Akzentuierung unserer gesamten Lebenstätigkeiten beispielgebend vorantragen.
Zu ihrem enkeltauglichen Vorbild gehören ordnungspolitische Perspektiven, die Abschied nehmen vom expansivistischen Denken unserer wachstumsbesessenen Zeit, deren beschäftigungs- und wirtschaftspolitische Zielvorstellungen die Zukunft verfehlen. Und dazu gehört ebenfalls, sich den Denkblockaden der Entgrenzung und Relativierung zu entziehen: Maß und Mitte zu finden. Gelingt dies nicht, nicht rechtzeitig oder erfolgt die geforderte Suche nach einer neuen Kultur des Lebens, Arbeitens und Wirtschaftens auch nur halbherzig, werden die damit verbundenen Chancen vertan. Zu kurz greift der Gedanke, Überfälliges bloß anpassen oder zu modernisieren. Der Fortschritt liegt nicht mehr in der Steigerung, auch nur Forstsetzung des Gewohnten. Ihn begründet die neue Sicht der Dinge. Sie ruft nach Wettbewerb, Wachstum des Geistig-Sittlichen und wertgebundener Freiheit an Stelle der Verteidigung vermachteter Strukturen, materieller Expansionswünsche und vormundschaftlicher Besitzstände.
Das Europäische Netzwerk zur generationenorientierten Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung fördert die Zusammenarbeit von Organisationen, Strukturen, Verbänden und Unternehmen, die sich den neuen Wirklichkeiten im demographischen Wandel stellen, eine zukunftsfeste Ordnung der Freiheit und gelebter Verantwortung zu schaffen, die alle Bereiche unseres Lebens einbezieht.