Im
M?rz 2000 beschlossen die Europ?ischen Staats- und Regierungschefs in
Lissabon die europ?ische Agenda
2010 ? die Lissabon-Strategie,
um Europa zum dynamischsten und wettbewerbsf?higsten Wirtschaftsraum der
Welt zu machen.
In der Agenda wurden folgende Ziele bis 2010
festgelegt:
- ein
j?hrliches Wachstum von 3%
- eine
Gesamtbesch?ftigung von 70%
- eine
Erh?hung der Frauenbesch?ftigung auf 60%
- eine
Erh?hung der Besch?ftigung ?lterer Menschen (55- bis 64j?hrige) auf
50%
Zur Erreichung dieser Ziele auf EU-Ebene hat die Europ?ische
Kommission verschiedene Ma?nahmenpakete verabschiedet, so im M?rz 2006 den
?Aktionsfahrplan f?r die Gleichstellung von Frauen und M?nnern
2006-2010?. In diesen f?nf Jahren will die EU die
geschlechterspezifische Benachteiligung bek?mpfen.
Der Aktionsfahrplan zielt u.a. darauf ab, die
Einkommensunterschiede zwischen Frauen und M?nnern zu beseitigen, die
Work-Life-Balance zu verbessern, Gender Budgeting zu unterst?tzen und die
Gleichstellung der Geschlechter innerhalb und au?erhalb der EU zu f?rdern.
Der Fahrplan legt dazu sechs priorit?re Aktionsbereiche (Ziele)
f?r 2006-2010 fest:
?
Gleiche
wirtschaftliche Unabh?ngigkeit von Frauen und
M?nnern;
?
Bessere
Vereinbarkeit von Beruf, Privat- und
Familienleben;
?
F?rderung
der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und M?nnern an
Entscheidungsprozessen;
?
Bek?mpfung
geschlechterbezogener Gewalt und geschlechterbezogenen
Menschenhandels;
?
Abbau
von Geschlechterstereotypen in der
Gesellschaft;
?
F?rderung
der Gleichstellung au?erhalb der EU.
Jedem
Ziel sind spezielle zentrale Aktionen zugeordnet, zu deren Umsetzung die
europ?ischen Regionen aufgefordert sind.
Zu diesen Aktionen geh?ren u.a. die Sensibilisierung f?r
Gleichstellungsfragen in der Schule, die F?rderung von Unternehmerinnen,
die Einrichtung eines EU-weiten Netzwerks von Frauen in
wirtschaftlichen und politischen F?hrungspositionen und die
Hervorhebung der Gleichstellungsthematik im Rahmen des Europ?ischen Jahres
der Chancengleichheit 2007.
der Chancengleichheit
2007
Am 4. Oktober 2007 fand das Treffen der
EU-GleichstellungsministerInnen in Lissabon statt, bei dem eine gemeinsame
Erkl?rung der Teampr?sidentschaft (Deutschland, Portugal, Slowenien), als
Erg?nzung zur Teampr?sidentschafts-Erkl?rung von Bad Pyrmont vom 15. Mai
2007, verabschiedet wurde: "Geschlechtergleichstellung in der Europ?ischen
Union im Kontext der Lissabon-Strategie". In dieser Erkl?rung bekr?ftigen
die drei Ratspr?sidentschaften ihre Entschlossenheit, zur beschleunigten
und effektiven Umsetzung der Lissabon-Strategie f?r Wachstum und
Arbeitspl?tze beizutragen.
Insbesondere wollen sie folgendes gew?hrleisten:
- Die Gleichstellung der Geschlechter bleibt in Zukunft eine
Schl?sselkomponente der Lissabon-Strategie;
- Durchg?ngige Ber?cksichtigung der Gleichstellung von Frauen und
M?nnern in arbeitsmarkt- und besch?ftigungspolitischen Ma?nahmen und den
nationalen Reformprogrammen, wobei der Leitfaden der Europ?ischen
Kommission "Gender Mainstreaming in der Besch?ftigungspolitik" von
Nutzen ist;
- Verst?rkung der Ma?nahmen zur Beseitigung der Lohnunterschiede
zwischen Frauen und M?nnern;
- Umsetzung von Ma?nahmen zur Vereinbarkeit von Privat-, Familien-
und Berufsleben f?r Frauen ebenso wie f?r M?nner;
- Gleiche Verteilung von Frauen und M?nnern an Arbeitspl?tzen von
hoher Qualit?t, in Entscheidungspositionen und als
UnternehmerInnen;
- Nutzung aller diesbez?glichen M?glichkeiten der Strukturfonds."
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